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Welt der Wachse
Wachse ist die warenkundliche Bezeichnung für eine Reihe natürlicher oder künstlich gewonnener Stoffe, die in der Regel folgende Eigenschaften aufweisen: Bei 20°C knetbar, fest bis brüchig hart, grob bis feinkristallin, durchscheinend bis opak, jedoch nicht glasartig; über 40°C ohne Zersetzung schmelzend, schon wenig oberhalb des Schmelzpunktes verhältnismäßig niedrigviskos und nicht fadenziehend, stark temperaturabhängige Konsistenz und Löslichkeit, unter leichtem Druck polierbar.
Pflanzenwachse
Manche Pflanzen bilden eine durch Anlagerung sekundärer Zelluloseschichten verdichtete Epidermis aus. Bedingt durch das Klima speichern zahlreiche Pflanzen tropischer Zonen als erhöhten Schutz gegen Wasserverdunstung zusätzliche Wachse in den Membranschichten und in der Cuticula. Die Wachse treten aus der Cuticula nach außen und bilden mehrere Millimeter starke Wachsüberzüge. Für die Wachsbildung sind aber auch die Bodenbeschaffenheit, die Temperatur, Trockenperioden und starke Regenfälle verantwortlich.
Tierwachse
Tierische Wachse werden vor allem durch verschiedene Arten von Bienen und Hummeln erzeugt. Geringere Bedeutung kommt Wollwachsen und weiteren Insektenwachsen zu.
Fossile Wachse
Voraussetzung für die Entstehung großer montanwachsreicher Kohlelagerstätten war die Ansammlung riesiger Pflanzenmassen in fossilen Torfmooren. Daher führte erst die Entfaltung der Flora im frühen Erdaltertum während des Devons zu echter Kohleflözbildung.